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Schützenfestjahr 1964

Protokolle aus dem Schützenfestjahr 1964

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Heinz Hagemann und Ulrike Neumann

 

Geschrieben vom Schriftführer des Schützenvereins Wilhelm Meerkamp

aufgearbeitet von Dirk Jasper

 


Generalversammlung am 4. Januar 1964

 

Bei gutem Besuch konnte Schützenhauptmann Heinrich Brinkmann um 20.10 Uhr die Schützenkameraden begrüßen. Sein besonderer Gruß galt unserer Majestät, Kamerad Herbert Markhoff, unserem Ehrenkommandeur und den alten Schützenkameraden. Nach einer Minute stillen Gedenkens für die im vergangenen Jahre heimgerufenen Kameraden wurde in die Tagesordnung eingetreten.

Die Niederschrift wurde gebilligt.

Als weiteres standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Der Hauptmannsposten musste besetzt werden. Auf Vorschlag unseres Ehrenkommandeurs wurde Hauptmann Heinrich Brinkmann einstimmig zum Hauptmann unseres Vereins gewählt. Er nahm die Wahl an. Ebenso einstimmig erfolgte die Wiederwahl der zur Neuwahl anstehenden zwei weiteren Vorstandmitglieder Oberleutnant Ernst Risse und Oberleutnant Ernst Wiggerich. Beide erklärten sich mit der Wiederwahl einverstanden.

Des Weiteren war die endgültige Wahl des dritten Zugführers erforderlich. Kamerad Wilhelm Loer wurde einstimmig gewählt und erklärte sich mit dieser Wahl einverstanden. Als weitere Vertreter für den Fall einer Verhinderung von Vorstandsmitgliedern wurden die Kameraden Gerhard Bierbrod, Bernhard Hagen und Heinrich Lammert vorgeschlagen.

Einen breiten Raum nahm die Erörterung von Festfragen ein.

Das Fest findet statt am ersten Wochenende im Juni. Die Musik wird wieder von der Kapelle Schmitt gestellt. Es soll bei der Kapelle darauf gedrungen werden, dass sie sich, vor allem am Sonnabend, den allgemeinen Gepflogenheiten bei der Beendigung des Tanzes anpasst. Die Schenke wurde unter den Vorjahresbedingungen dem Gastwirt Twittmann zugeschlagen.

Kamerad Heinrich Lammert erklärte sich bereit, seine Weide im Bedarfsfalle als Festplatz zur Verfügung zu stellen.

Der Beitrag wird in gleicher Höhe belassen. Der Eintrittspreis soll 2 DM betragen. Es wurde weiter beschlossen, das Trommlerkorps Borgeln zu verpflichten.

Preisschießen: Von den Schießwarten wurden die Kameraden um recht zahlreiche Beteiligung beim Preisschießen hingewiesen. Zur Schaffung größeren Ansporns sollen noch mehr Schützen als bisher als Helfer gebeten werden.

In der Frage des Hallenbaus über die im letzten Protokoll ausführlich berichtet worden war, wurden keine entscheidenden Beschlüsse gefasst.

Neuaufnahmen: Brinker sen., Ekkehard Neumann, Wilhelm Schulze-Derne.

Die Generalversammlung vor dem Schützenfest wurde für den 27. Mai geplant.

Die Schützen werden gebeten, sich zahlreich am Winterfest zu beteiligen. Gegen 22.30 Uhr wurde die Versammlung geschlossen. Die Kameraden blieben jedoch weiter bei einem guten Tropfen, gestiftet von (?) in froher Runde zusammen.

 

v. g. u

gez. Meerkamp


Vereinsleben

Fröhlicheren Herzens als bei der letzten Niederschrift kann der Chronist diesmal die Feder ergreifen, brauchen wir doch bis jetzt keinen Kameraden zur letzten Ruhr begleiten.

Dem Aufruf folgend, nahmen viele Kameraden am Winterfest teil und verlebten mit den Feuerwehrkameraden frohe Stunden.

Vom 1.2. bis 8.3 1964 wurde das Preisschießen und am 14. und 15. März die Vereinsmeisterschaft durchgeführt. Ein ausführlicher Bericht, der dem Verein von den Schießwarten zugeleitet wurde, gibt von dieser Versammlung Kunde. Sämtliche Preise blieben im Vereinsbereich. Sieger wurden in folgender Reihenfolge die Kameraden:

Georg Bußmann 30 Ringe
Helmut Twittmann 30 Ringe
Anton Brinkmann 30 Ringe
Willi Nöldner 29 Ringe
Karl-Heinz Fröleke 29 Ringe
Theo Luig 29 Ringe

Von den Damen wurden Sieger:

Isolde Twittmann 28 Ringe
Erika Becker 27 Ringe
Elisabeth Rüth 26 Ringe

Aus der Vereinsmeisterschaft gingen folgende Kameraden als Sieger hervor:

Altersklasse:

Fritz Jasper 91 Ringe
Wilhelm Vogelsänger 88 Ringe
Wilhelm Dullek 87 Ringe

Allgemeine Klasse:

Heinrich Lammert 91 Ringe
Dirk Hinnerks 91 Ringe
Georg Bußmann 90 Ringe
Karl-Heinz Fröleke 89 Ringe
Herbert Markhoff 88 Ringe
Günter Kuptz 88 Ringe
Karl Hagen 88 Ringe

An der vom Bürgermeister Wilhelm Jasper einberufenen Sitzung des Ausschusses zur Verschönerung des Dorfes nahmen Mitglieder des Vorstandes teil. Es wurde angeregt, das Gerätehaus in einen würdigen Zustand zu versetzen. Inzwischen hat eine Reihe von Kameraden freiwillige Arbeiten bei der Fundamentierung für den Ausbau der drei Fächer und bei der Aufräumung in der Gasse geleistet. Bei der Anfuhr von Baumaterialien stellten sich dankeswerterweise die Kameraden Brinkmann, Risse und Markhoff zur Verfügung. Die weiteren Arbeiten sollen in Kürze fortgesetzt werden.

Mit mehreren Delegierten war unser Verein bei der Delegiertentagung der Kreis-Schützengemeinschaft vertreten. Dort sprach unter anderem Kreis-Oberrechtsrat Harling über die Möglichkeiten der Mithilfe der Schützenvereine bei der Durchführung der Aktion zur Dorfverschönerung. Es muss in diesem Zusammenhang mit der Tagung der Schützengemeinschaft noch nachgetragen werden, dass unser Ehrenkommandeur Dietrich Rocholl im abgelaufenen Jahre mit der höchsten Auszeichnung der Schützengemeinschaft, dem Verdienstorden erster Klasse am Bande ausgezeichnet wurde.

Am Fest unseres Nachbarvereins Schwefe nahmen eine ganze Reihe von Kameraden und Damen teil.

Wie schon eingangs erwähnt, brauchten im verflossenen Zeitraum keine betrüblichen Mitteilungen gemacht werden. Dafür konnten wir zu einer ganzen Reihe von Jubiläen, Hochzeiten und Verlobungen gratulierten.

Kamerad Heinrich Jasper, sen., vollendete sein 80. Lebensjahr, während Kamerad Wilhelm Hertwig in Soest zum 75. Geburtstag gratuliert werden konnte. /0 Jahre alt wurde Kamerad Johannes Lohmann. Das 65. Lebensjahr vollendete unser Hauptmann Heinrich Brinkmann. In seinem Hause wurde eine Vorstandssitzung abgehalten, auf der beschlossen wurde, auf dem neuen Platz unseres Vereinswirtes das Schützenfest zu feiern. Ebenfalls wurde im Hinblick auf den Fronleichnamstag die heutige Versammlung festgesetzt.

Den Kameraden Heinz Hinnerks, Heinrich Büscher und Alfred Grünner und Rudolf Fröleke durften wir zur Hochzeit, den Kameraden Heinz Hinnerks und H.-W. Hengst zur Verlobung gratulieren.

Zur heutigen Versammlung wurden die Schützenkameraden schriftlich eingeladen.

Wilhelm Meerkamp

v. g. u


 Generalversammlung am 23. Mai 1964

 

Gegen 20.05 Uhr konnte unser Hauptmann 50 Kameraden begrüßen. Er dankte für das zahlreiche Erscheinen und begrüßte besonders unsere Majestät, dem er für das weise Regiment des vergangenen Jahres, gemeinsam mit seiner Majestätin, den Dank des Vereins aussprach. Zu Ehren der verstorbenen Kameraden erhoben sich die Kameraden von ihren Plätzen. Sodann wurde die Tagesordnung verlesen.

  1. Die vom Kameraden Meerkamp erlesene Niederschrift wurde gebilligt.
  2. Der Kassenbericht wurde verlesen. Nach Prüfung der Kasse durch die Kassenprüfer Karl Hagen und Heinrich Brinkmann, jun., wurde dem Kassierer Entlastung erteilt.
  3. Festfragen: Recht zügig wurden die Festfragen behandelt. Eine ausführliche Diskussion ergab sich aus dem Antrage, auch am Sonnabend mit weißen Hosen aus zu marschieren. Ein endgültiger Beschluss wurde nicht gefasst.
    Zum Kassendienst wurde angeregt, eine Mitgliederliste auszulegen. Der Kassierer versprach, diesem Wunsche zu entsprechen.
    Eingehend wurde die Frage des Eintrittspreises, insbesondere des Eintritts für Einheimische und für die Frauen verstorbener Kameraden, behandelt.
    Das Schützenfest des Jahres 1965 wurde für den 14./15./16. Mai vorgesehen.
    Gegen 22.10 Uhr wurde die Versammlung mit einem Hoch auf König Herbert, der am Vortage seinen Geburtstag gefeiert hatte, geschlossen.

Ein Fass Freibier, gestiftet vom Königspaar, sorgte mit zur weiteren angeregten Unterhaltung, die sich noch über eine ganze Weile hin ausdehnte.

Wilhelm Meerkamp

v. g. u


Schützenfest 1964

vom 5. - 7. Juni 1964

 

Wieder einmal unterzieht sich der Berichterstatter der freudigen Pflicht, über das diesjährige Schützenfest zu berichten. Eine sehr stattliche Schützenschar konnte der Hauptmann nach der Einverleibung des Zielwassers vor dem Festplatz begrüßen. Sein Gruß galt den treuen Musikanten aus Soest und Borgeln. Noch einmal galt sein Dank König Herbert und seiner Majestätin. Sodann bat der Hauptmann die Schützen, sich rege am Schießen zu beteiligen. Mancher Schuss musste abgefeuert werden, bis die Insignien des vom Kameraden Albert Müller gefertigten Adlers herunter waren. Die Krone schoss Kamerad Otto Grünner, den Apfel Kamerad Siegfried Scharf und das Zepter Kamerad Heinrich Lammert. Mit einem wohlgezielten Schuss holte Kamerad Heinrich Hagemann den Vogel von der Stange. Seine Mitregentin wurde Fräulein Ulrike Neumann. Beide bildeten mit dem Hofstaate an allen Schützenfesttagen ein munteres Völkchen. Nach der Wegzehrung auf den Högen Coers und Hagen-Neise trafen die Kameraden auf dem Festplatz des Festwirtes ein. Dort wurde unser langjähriges Vorstandsmitglied Heinrich Jasper zum Oberleutnant befördert, während unserem Kamerad Albert Müller Gefreitenwinkel angelegt wurden. Die obengenannten Meisterschützen erhielten ihre Schiessschnüre überreicht. In voller Harmonie klang der Stangenabend aus, nachdem vorher das neue Königspaar gekürt worden war.

Bei strahlendem Sommerwetter zog am Sonnabendmittag die Schützenschar durchs Dorf, das von der Bevölkerung festlich geschmückt worden war. Nach einer prächtigen Bewirtung dankte der Hauptmann dem Hause Hagemann-Scholz für die immer wieder dem Schützenverein gezeigte Treue und unermüdliche, stets beispielgebende Unterstützung. Unter dem Festzelte wurden zunächst die diesjährigen Jubilare ausgezeichnet. Kamerad Hauptmann Heinrich Brinkmann und Kamerad Heinrich Bücker konnten den Orden für 50-jährige, Kamerad Heinrich Hövel, Wilhelm Hengst und am Tage vorher Heinrich Hinnerks für 40-jährige Vereinstreue entgegen nehmen.

Weiter erfuhren die Sieger der Altersklasse und der allgemeinen Klasse der diesjährigen Vereinsmeisterschaft ihre verdiente Ehrung. Je eine Urkunde erhielten die Kameraden Fritz Jasper und Heinrich Lammert. Rosetten erhielten überreicht die Kameraden Fritz Jasper, Wilhelm Vogelsänger und Wilhelm Dullek, während den Kameraden Heinrich Lammert, Dirk Hinnerks und Georg Bussmann je eine Schiessschnur überreicht wurden.

Knüppelkönigin des Sonnabend wurde Frl. Christel Hövel, die sich unseren Kameraden Winfried Hengst zu ihrem Knüppelkönig erkor. Torte: Kohlhage

Bei der Kinderbelustigung wurde Annegret Risse Königin; sie erwählte sich Jürgen Bücker zu ihrem König. Gabe: Vock, Steinhoff, Verein. Bei verhältnismäßig gutem Besuch, besonders aus den Nachbargemeinden, wurde bis in die Morgenstunden recht flott gefeiert.

Der Himmel zeigte sich auch am Sonntag zunächst von de besten Seite. So bot der lange Schützenzug, der sich zum Hause des Kameraden Neumann in Bewegung setzte, ein wirklich farbenprächtiges Bild. Die Schützen wurden auch hier in prächtiger Weise bewirtet. Es fehlte auch nicht an den neckischen Diebereien, von denen einige weniger achtsame Kameraden betroffen worden. Es soll aber auch zu Hattrops Schützenverein wahre Meister dieses Fachs geben. Leider änderte sich das frohe Bild bald. Ein starker Gewitterregen, von der lechzenden Erde begierig aufgenommen, war den Kameraden weniger willkommen. Der Hauptmann dankte der Majestätin und der Familie Neumann für die Gastfreundschaft und warmherzige Unterstützung des Vereins. Kamerad Manfred Neumann und seine Gemahlin konnten am 3. Juni das Fest der Silberhochzeit feiern, wozu der Verein herzlich gratulierte. Die Schützen setzten sich beim Aufhören des Regens bald in Marsch, wurden aber doch wieder von der Nässe überrascht, so dass leider der Marsch zur Bahn und die Parade ausfallen mussten. Auf dem Festzelt dankte Hauptmann Heinrich Brinkmann für die gute Beteiligung und bat darum, auch weiterhin dem Verein in Treue verbunden zu bleiben. Besonders erwähnte er die Vereinstreue des Hauses Bücker. 50 Jahre ist Heinrich Bücker Vereinsmitglied. Vor 30 Jahren war er mit seiner Frau Königspaar. Vor 50 Jahren war seine leider verhinderte Schwester, Frau Gosmann aus Deiringsen, Königspaar mit dem Kameraden Fritz Bals. In diesem Jahr ist Jürgen Bücker Kinderkönig. Kamerad Meerkamp bat in kurzen Worten darum, das Vaterland und insbesondere die Brüder in Mitteldeutschland nicht zu vergessen. Die Festgemeinde sang zur Bekräftigung die 3. Strophe des Deutschlandliedes.

Am Nachmittag erschienen Mitglieder des Vorstandes der Kreisschützengemeinschaft, an ihrer Spitze der Vorsitzende Viktor Reinhard aus Opmünden. Vor den angetretenen Kameraden überreichte er unserem Hauptmann Heinrich Brinkmann für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand, für sein Wirken als Vereinsführer und für sein nimmer müdes Bemühen um die Festigung der Kameradschaft unter den Nachbarvereinen den Schützenorden in Silber, während Kamerad Meerkamp den gleichen Orden am Bande für seine 10-jährige Tätigkeit im Vorstand der Schützengemeinschaft erhielt. Wewgen des geringen Besuchs nahmen auch Hattroper Damen am sonntäglichen Knüppelwerfen teil. Siegerin und damit Gewinnerin der von Bäckermeister Blume gestifteten Torte wurde unsere Ex-Majestätin Irmgard Markhoff, die sich Kameraden Oberleutnant Heinrich Jasper zum Knüppelkönig erwählte.

Am zweiten Tage nach dem Fest ging unser Kamerad Ernst Risse sen. im Alter von 79 Jahren, einen Tag nach seinem Geburtstag, heim zur großen Armee.

Heinrich Brinkmann jun.

v. g. u

SF1964HSSF1964HS

Auf dem Foto von links nach rechts:

Klaus Hinnerks, Königsoffizier Ernst Wiggerich, Königspaar Ulrike Neumann und Heinz Hagemann, Königsoffizier Anton Brinkmann, Königspaar von 1963 Herbert und Irmgard Markhoff, (dazwischen Anneliese Meerkamp), Brigitte Jasper, Dieter Rocholl, Gaby (Nachname nicht bekannt) aus Soest, Eckard Neumann, Gudrun Meerkamp

 


Abrechnung 1964

am 4. Juli 1964

 

Zu Beginn des offiziellen Teils, der in zügiger Weise abgewickelt wurde, begrüßte unser Hauptmann die zahlreich erschienen Kameraden. Sein besonderer Gruß und Dank galt Majestät Heinrich Hagemann und der Majestätin Ulrike Neumann. Der Hauptmann würdigte das mustergültige Verhalten während der Festtage und bat alle Kameraden, sich auch weiterhin rege für den Verein einzusetzen.

Die Niederschrift wurde ohne Vorbehalte gebilligt. Dem Kassierer wurde für seine Kassenführung, die von den Prüfern Karl Hagen und Heinrich Brinkmann am Vortage auf die Richtigkeit hin untersucht worden war, Entlastung erteilt.

Eine längere Diskussion entspann sich in der Folge um die Frage der Durchführung eines Kinderschützenfestes, worüber in besonderer Versammlung noch beraten wurde. Aus dem Für und Wider ergab sich die Feststellung, dass die Kinder schon durch die Kinderbelustigung während des Festes zu ihrem Recht kämen, anderseits wurde auch nicht verkannt, dass die Kinderschützen von heute die Schützenbrüder von morgen seien. Auf keinen Fall solle eine besondere Belastung des Vereins bei der Abhaltung eines solchen Festes eintreten. Zum Schluss des offiziellen Teils dankte unser Hauptmann für die rege Gesprächsbeteiligung, insbesondere auch den Kameraden, die sich unter Einsatz aller Kräfte bei der Dorfverschönerung eingesetzt hatten, begrüßte besonders die erschienene Majestätin mit den Damen des Hofstaates und alle anderen Gefährtinnen der Schützen, die Kapelle und wünschte für den Abend viel Frohsinn und Freude. Diesem Wunsche kam die große Schützenfamilie, angeregt durch flüssige Sondergaben der Großväter gerne nach und vergnügte sich bis in den Morgen hinein.

1 ½ Wochen vor Beginn der Sommerferien feierten die Kinder in einem einfachen, aber doch festlichen Rahmen ihr Kinderschützenfest. Wenn auch nicht vom Schützenverein aufgezogen, so konnte dieser Tag doch wesentlich durch die Hilfe des Vereins zu einem Erfolg werden. Neben zwei Kameraden, die durch Geldzuweisungen ihre Unterstützung bezeugten und anderen Kameraden, die beim Schießen und bei der Belustigung halfen, müssen besonders die Kameraden Klaus Hinnerks, König Heinrich Hagemann und Kamerad Winfried Hengst hervorgehoben werden.

Das weitere Vereinsjahr sah im Oktober eine große Zahl mittrauender Kameraden am Grabe unseres lieben, alten Kameraden Heinrich Jasper, sen. Unser Hauptmann schilderte an der Gruft das Wirken dieses Mannes, der vor über 60 Jahren König gewesen war und bis in sein hohes Alter hinein treu für unseren Verein gewirkt hatte.

Unter großer Beteiligung wurde am Volkstrauertag der Kriegsopfer bedacht. Dem Volksbund Kriegsgräberfürsorge wurde –wie alljährlich- eine Spende von 15 DM übergeben.

Einer Reihe von Jubilaren konnte der Verein Grüße und Glückwünsche zu besonderen Jubiläum überbringen:

Unser langjähriges Vorstandsmitglied, Kamerad Wilhelm Romberg vollendete sein 70. Lebensjahr

Zum gleichen Anlass konnte unser bewährter Flügelmann und stets eifriger Mithelfer Wilhelm Römling beglückwünscht werden.

Ebenfalls vollendete Kamerad Otto Enigk, der muntere muskalische Mitgestalter mancher Festlichkeiten sein 70. Lebensjahr.

In Soest konnte Kamerad Fritz Bals sein 75. Lebensjahr vollenden. Ihm, der bei früherer Gelegenheit dem Verein anlässlich seines Königsjubiläums eine ansehnliche Zuwendung für den Vergnügungsfond zukommen gelassen hatte, wurden die Grüße des Vereins ausgesprochen.

Die Amtskasse des Amtes Borgeln-Schwefe überwies dem Schützenverein im Auftrage des Rates der Gemeinde Hattrop für die tatkräftige Mitarbeit bei der Aktion zur Dorfverschönerung den Betrag von 50 DM.

Am 28. Dezember 1964 fand eine Vorstandssitzung statt, in der die Tagesordnung für die heutige Versammlung aufgestellt wurde.

Zur heutigen Versammlung wurden die Kameraden schriftlich und durch eine Pressenotiz eingeladen.

Wilhelm Meerkamp

v. g. u

tags:

Schützenfestjahr 1963

Protokolle aus dem Schützenfestjahr 1962

Schützenfest 1963Schützenfest 1963Königspaar 1963 Irmgard Stemann und Herbert Markhoff

Geschrieben vom Schriftführer des Schützenvereins Wilhelm Meerkamp

aufgearbeitet von Dirk Jasper


 Generalversammlung am 30. April 1963

 Bei verhältnismäßig gutem Besuch konnte Hauptmann Karl Rademacher die Schützen begrüßen. Sein besonderer Gruß galt König Manfred (Neumann). Der Hauptmann fand Worte ehrenden Gedenkens für unseren verstorbenen Kameraden Heinrich Sträter zu dessen Ehrung sich die Kameraden von den Plätzen erhoben. Von vier neuen Schützen konnten Horst Rufeger, Winfried Hengst und später Herr Hoppe besonders willkommen geheißen werden. Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten. Die Niederschrift wurde gebilligt. Nach Verlesung des Kassenberichtes wurden durch Zuruf die beiden Kassenprüfer Karl Wilms und Friedrich Coers gewählt. Nach Bekanntgabe des Prüfungsberichtes, der die Kasse als in Ordnung befindlich meldete, wurde dem Kassierer Entlastung erteilt.

Sodann wurden die vielfältigen Festangelegenheiten dank der Hilfsbereitschaft aller Kameraden zügig abgewickelt.

Im Anschluss daran konnte der Hauptmann sich selbst mit einschließend, auf eine Reihe von neugeborenen Jungschützen und Majestätinnen hinweisen und die frisch gebackenen Opas erwähnen, deren Biergabe zu einem späteren Zeitpunkt eingenommen werden soll, da am Versammlungsabend das Freibier des Königspaares und andere Runden bereits aufgelegt waren.

v. g. u

gez. Meerkamp


Schützenfest 1963

vom 17. bis 19. Mai 1963

Doch mit des Geschickes Mächten

ist kein ewiger Bund zu flechten –

und das Unglück schreitet schnell…

Mit tiefer Bestürzung vernahmen wir zwei Tage später die Schreckenskunde vom Tod unseres lieben Kameraden Karl-Heinz Brotte. Wenige Tage später geleitete ein großer Trauerzug der Schützen, Zeichen der Verehrung, aber auch der tiefen Anteilnahme und des Mitgefühls mit seinen Angehörigen, den zu früh Dahingerafften zu Grabe. Auch dieser Zug war von weiteren Sorgen überschattet. Unser Hauptmann Karl Rademacher wurde durch eine tückische Krankheit, die ihn für viele Wochen an das Krankenbett fesselte, aus all seinem Planen und Wirken für die Gemeinschaft herausgerissen. So sagte unser Kamerad Hauptmann Heinrich Brinkmann dem verblichenem Kameraden am Grabe das letzte Lebewohl. Seine Worte, Kameradenworte und Worte väterlich-gütigen Mitempfindens zu gleich, waren allen Mit Trauernden die aus dem tiefsten Herzen kommenden Zeichen einer bis an die letzten Wurzeln rührenden Trauer.

Doch das Leben muss weitergehen, und es wären nicht zuletzt die durch Krankheit, Trauer oder Tod Verhinderten, die kein Verständnis dafür aufbringen könnten, dass das Fest eine Unterbrechung erfahren würde. So fanden sich dann, an der Spitze Hauptmann Brinkmann selbst, viele Helfer ein, um all die zahlreichen Vorarbeiten zu leisten, die zum Gelingen eines Festes notwendig sind. Sie alle aufzuzählen würde sicher zu weit führen. Am Freitagabend war es dann so weit. Zur Einnahme des Zielwassers fand sich eine große Anzahl von Schützenkameraden ein. Sie wurden nach dem Antreten herzlich vom Hauptmann begrüßt. Sein besonderer Gruß galt dem Tambourkorps Borgeln und der Kapelle Adam Schmidt. Am Festplatz angelangt, der in dankenswerter Weise von der Familie Lammert zur Verfügung gestellt worden war, erblickten die Schützen den von Albert Müllers Meisterhand gefertigten Vogel in luftiger Höhe. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Insignien von der Stange geholt waren. Als Meisterschützen zeigten sich:

  • Krone: Wilhelm Hengst
  • Apfel: Wilhelm Jasper, jun.
  • Zepter: Herbert Markhoff

Noch wollte, nach manchem Schuss auf das Fell, das langlebige Tier seinen Platz nicht räumen, bis Kamerad Markhoff, das Lied vom Tirolerhut singend, auf dem Plan erschien. Ein Schuss – und ehe er sich`s versah, war der Vogel zur Erde gepurzelt. Er kürte sich Frl. Irmgard Stemann von der Rottlinde zur Königin. Es soll Stimmen geben, die da meinen, dass dieser Königsschuss die Verlobung gefördert hätte. Wenn ja, dann kann sich der Schützenverein noch als Heiratsstifter betrachten. Allerdings ist noch nicht bekannt, wer die Hose verdient hat. – doch von Hosen, anderen zwar, soll später noch die Rede sein. Die Schützen mussten wegen des einsetzenden Regens auf einen langen Umzug verzichten. Immerhin langte das muntere Völkchen noch zum Hofe unseres Hauptfeldwebels und zur Mühle Neise-Hagen, wo es mit einem stärkenden Trunk gelabt wurde. Der Hauptmann dankte an beiden stellen für die freundliche Gabe. Fräulein Stemann nahm die Wahl an, nur so konnte das neue Königspaar aus den Händen des letztjährigen Königspaares bei der Krönung die Zeichen der Würde in Empfang nehmen. Froh blieb die Festgemeinde noch für Stunden beieinander, und man hört, dass es hier und da recht spät geworden sein soll.

Mit klingendem Spiel zog der Verein am Sonnabend zum Hofe unseres Königs. Dort wurde er freundlichst aufgenommen und erfuhr eine wirklich königliche Bewirtung. Der Hauptmann dankte dem ganzen Hause für die gute Aufnahme. Nach dem Marsch durch das Dorf und die Feldmark wo auf der Neuen Mühle Einkehr zu einem stärkenden Trunke gehalten wurde, wofür der Hauptmann ebenfalls dankte, ging es zum Festplatz. Der Hauptmann begrüßte die Erschienen. Sodann wurden folgende Ehrungen und Beförderungen vorgenommen:

Den Orden für 50 jährige Mitgliedschaft erhielten die Kameraden Wilhelm Reineke und Wilhelm Wiemer. Für 40 jährige Vereinstreue wurde Kamerad Heinrich Trockels ausgezeichnet. Den drei besten Schützen vom Vortage wurden Schießschnüre überreicht. Die 1. Sieger der Vereinsmeisterschaft, Willi Nöldner und Heinrich Hinnerks sen. erhielten eine Urkunde, desgleichen die drei ältesten Meisterschützen Heinrich Hinnerks sen, Heinrich Trockels und Hauptmann Heinrich Brinkmann eine Rosette, die drei jüngeren Meisterschützen‚ Willi Nöldner, Dirk Hinnerks und Hauptfeldwebel Friedrich Coers eine Schießschnur.

Dem immer tatkräftigen Mitarbeiter im Außendienst, Adjutant Oberleutnant Ernst Risse, wurde eine besondere Ehrung zuteil, indem ihm der Hauptmann ein Bier überreichte.

Schützenfest 1963Schützenfest 1963Königspaar 1963 Irmgard Stemann und Herbert MarkhoffLeutnant Meerkamp und der sich unablässig um die Gestaltung und Durchführung des Schießens bemühte Leutnant Günther Kuptz wurden zu Oberleutnant befördert.

Hoch ging es beim Werfen der Damen her. Frau Irmgard Neppel zeigte sich als Meisterschützin und erkor sich den verantwortlichen Wurfleiter Leutnant Heinrich Jasper jun zum Knüppelkönig. Eine Torte, gestiftet von der Firma Kohlhage, war der verdiente Lohn. Bei den Kindern holte die Tochter unseres Kameraden Heinz Limpinsel den Vogel von der Stange. Ihr König wurde Ernst-W. Risse. Die Kinder erhielten Gaben der Firma Steinhoff und des Schützenvereins. Der Abend sah einen Besuch, wie er nur selten zu verzeichnen war. In echter Schützengemütlichkeit klang dieser Festtag aus.

Am Sonntag fanden sich die Schützen im Lokale Twittmann ein. Nach einer prächtigen Stärkung formierte sich der farbenfreudige Zug durch das Dorf zur Parade, die von vielen Zuschauern begutachtet wurde. Nach übereinstimmenden Aussagen soll sie vorzüglich geklappt haben.

Auf dem Festzelt angetreten begrüßte Hauptmann Brinkmann die Gäste. Er ehrte unseren Ehrenkommandeur Dietrich Rocholl, der nunmehr 50 Jahre dem Vorstand angehört. Eine gleiche Ehrung erfuhr Kamerad Wilhelm Vogelsänger, der vor 50 Jahren mit Frl. Emilie Bierbrod die Regentschaft führte. Beide Jubelpaare erhielten eine hochprozentige Stärkung. Kamerad Wilhelm Vogelsänger und Frau Henriette Trockels bildeten vor 25/26 Jahren das Königspaar, wofür ihnen eine Rosette angeheftet wurde. Eine ähnliche Ehrung wäre der durch Trauer verhinderten Ehefrau unseres Hauptmanns, Frau Sophia Brinkmann, beschieden, die vor 25 Jahren die Königin unseres verstorbenen Kameraden Heinrich Sträter war.

In kurzen Worten gedachte Kamerad Meerkamp der Verpflichtung der Schützen für Heimat, Volk und Vaterland. Das Deutschlandlied und das Lied vom Guten Kameraden beendete die Feierstunde.

Am Nachmittag ermittelten die auswärtigen Damen die Knüppelkönigin. Ihr wurde eine Torte der Firma Blume überreicht. Frau Vieregge erwählte sich Kameraden Theo Luig zum König.

Der Sonntagabend brachte bei gutem Wetter noch eine Überraschung durch die Frauen, die in Klappbuxen, mit grünen Bändchen verziert, eine gekonnte Parade auf das Parkett legten, ein wirklich gelungener Höhepunkt dieses zweiten Tages.

Aber wie alles mal ein Ende haben muss, so auch hier. Gegen 1 Uhr leerte sich langsam das Zelt; Hattrop hatte ein prächtiges Schützenfest gefeiert.

Der Montag sah eine ganze Reihe frischer Helfer am Werk, und bald erinnerte kaum noch etwas an drei fröhliche Tage. Am Mittwoch darauf feierte der König seinen Geburtstag und gleichzeitig seine Verlobung mit der Königin. Der Verein übersandte Grüße und Glückwünsche.

Am 12. Mai verlobte sich unser Kamerad Karlheinz Lamek. Auch ihm, seiner Braut und den Eltern wurden Grüße und Glückwünsche übermittelt.

Königspaar, Hofstaat und eine beträchtliche Schützenschar beteiligten sich am Fest des Vereins Balksen, Thöningsen, Lühringsen. Unserem Verein wurde die Ehre zuteil, an der Spitze des Zuges zu marschieren. Hauptmann Brinkmann dankte in einer Ansprache für die Einladung und wies besonders darauf hin, dass der Tag seine Bedeutung durch die Tatsache erlange, dass die Hattroper Königin aus dem Bezirk des gastgebenden Vereins stamme. Dem Jubelverein wurde ein Fahnennagel überreicht.

Zur heutigen Versammlung wurde durch den Kameraden Wilhelm Lerm mündlich eingeladen.

v.g.u. Wilhelm Meerkamp

 

Schützenfest 1963Schützenfest 1963

Beschreibung zu dem Bild des Jahres 1963 

nach Recherchen von Dirk Jasper

 

Muckentag (Aufräumtag nach dem Schützenfest) 1963;

Montag, den 20. Mai 1963

 

Von links nach rechts: Heinz Hagemann, Vereinswirtin Isolde Twittmann, Peter Rosseck (König 1960), Unbekannt, Herbert Markhoff, Heinz Brinkmann, Friedrich-Wilhelm Becker

 Besonderheit: Herbert Markhoff pflegte zur bestimmten Zeit die Pauke zu schlagen. Damit er richtig üben konnte wurde ihm später von den Schützenkameraden eine Pauke geschenkt.


Abrechnung 1963

am 8. Juni 1963

Am 8. Juni fand sich eine stattliche Zahl von Schützenkameraden im Lokale Twittmann zur Rechnungslage ein. Hauptmann Brinkmann gedachte eingangs der Verstorbenen, insbesondere der heimgegangenen Kameraden Karlheinz Haumann und Heinrich Sträter. Auch dem erkrankten Haptmann Karl Rademacher galten die besten Grüße und Glückwünsche zur baldigen Genesung. Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten, die recht zügig abgewickelt wurde.

Die Niederschrift wurde gebilligt.

Nach der Verlesung des Kassenberichtes, der erfreulicherweise einen günstigen Stand der Vereinsfinanzen auswies, wurde die Kasse von den gewählten Kassenprüfern, Exmajestät Kamerad Manfred Neumann und dem Kameraden Wilhelm Jasper jun geprüft. Die Prüfung ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt.

Eingehend wurde sodann von der Versammlung über die weitere Gestaltung des Schützenfestes, insbesondere über den möglichen Bau einer Schützenhalle gesprochen, um den eventuell auftretenden Schwierigkeiten bei der Zeltbeschaffung und der Aufbringung der dafür notwendigen Kosten begegnen zu können. Auf Vorschlag der Versammlung wurde zu diesem Zweck ein Bauausschuss ins Leben gerufen, der gemeinsam mit dem Vorstand Mittel und Wege zum Bau einer Halle erkunden soll.

Eine Sammlung erbrachte den Betrag von 55,12 DM. Nach Abzug von 40 DM für die Kapelle konnte ein Betrag von 15,12 DM dem Bestande zugeführt werden.

Ein Fass Freibier, gestiftet von unserer Majestätin Irmgard und ihrem Vater, der sich wegen seines Fernbleibens entschuldigen ließ, wurde von der Versammlung dankbar vereinnahmt. Hauptmann Heinrich Brinkmann dankte zum Schluss allen Kameraden von Herzen für ihre rege Beteiligung an der Versammlung und bat sie, sich auch in Zukunft mit unverminderter Kraft für die Belange des Vereins einzusetzen.

Beim Spiel einer guten Kapelle bleiben die Kameraden noch lange mit den inzwischen eingetroffenen Damen in froher Runde vereint.

Unter guter Beteiligung nahm unser Verein teil am Kreis-Schützenfest in Bad Sassendorf. Unser Hauptmann Brinkmann überbrachte dort die Grüße des Vereins und überreichte als äußeres Zeichen der Verbundenheit einen Fahnennagel. Auch das Fest des Nachbarvereins Hattropholsen-Dörmen wurde von einer großen Zahl der Schützenkameraden mit ihren Angehörigen besucht.

Eine besonders große Beteiligung konnte bei der Feier am Ehrenmal anlässlich des Volkstrauertages verzeichnet werden, als es galt, der Toten und Vermissten der Kriege zu gedenken. Dem Verband Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Ortsgruppe Schwefe, wurde, wie in den Jahren zuvor, eine Spende in Höhe von 15 DM übergeben.

Am Montag, den 30. Dezember 1963, trat der Hallenbauausschuss in der gewählten Zusammensetzung zusammen. Sehr ausführlich wurde über die verschiedenen Möglichkeiten der Erstellung eines solchen Gebäudes beraten, wobei auch die verschiedensten Schwierigkeiten bedacht wurden. Besonders dankbar vermerkt wurde die Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Hattrop, unseres Kameraden Wilhelm Jasper jun, dass sich der Gemeinderat ebenfalls mit dieser Frage befasst und beschlossen habe, dem Verein oder einem anderen Bauträger in der Frage der Bereitstellung eines Grundstückes im Rahmen der der Gemeinde gegebenen Möglichkeiten hilfreich zur Seite zu stehen. Eine endgültige Lösung wurde nicht gefunden, da zunächst nach weiteren Erhebungen, besonders im Hinblick auf die Kostenseite eines solchen Unterfangens, aufgestellt werden müssen. Die Mitglieder des Bauausschusses fanden sich fast ausnahmslos bereit, einen Betrag von je 100 DM für den fall der Verwirklichung des Bauvorhabens zu zeichnen, ohne damit einer Lösung hinsichtlich der endgültigen Finanzierungsregelung vorzugreifen.

Eine ganze Reihe froher Begebenheit3en kann aus dem zum Bericht anstehenden Zeitabschnitt gemeldet werden. Vier Kameraden vollendeten das 70. Lebensjahr. Kamerad Wilhelm Lower, Hattroper Weg, dem unser Hauptmann nur noch in stummen, kurzen Verweilen an seinem Krankenlager die Grüße und Glückwünsche des Vereins überbringen konnte, die Kameraden Rudolf Schlecht und Hermann Scharf und nicht zuletzt unser unermüdlicher Helfer, Kamerad Wilhelm Lerm.

Sein 80. Lebensjahr vollendete unser Kamerad Wilhelm Loer, Halsteichweg; und auf seinem 85. Jährigen Lebensweg konnte Kamerad Karl Fentrup zurückblicken.

Freudige Grüße und Glückwünsche konnten unseren Kameraden Wilhelm Jasper sen, zur Vollendung des 75. Lebensjahres und zur Feier der Goldenen Hochzeit überbracht werden.

Kamerad Rudi Fröleke, auch im Wehrdienst unserem Verein in Treue verbunden, feierte seine Verlobung. Groß war auch die Schar der Kameraden, die des Alleinsein müde, den Ehebund schlossen, voran unser König Herbert mit Königin Irmgard, die Kameraden Karl-Heinz Lamek, Friedhelm Rinke und Siegfried Lehmkühler.

Es wäre dem Chronisten leichter, könnte er an dieser Stelle seinen Bericht beenden, doch leider ist es ihm nicht versagt, Bitteres und Schweres zu vermerken. Hatten schon seit der letzten Generalversammlung bis zur Abrechnung zwei Kameraden ihren letzten Gang antreten müssen, so muss nun von vier teuer und werten Kameraden berichtet werden, die wir in der Folgezeit zu Grabe trugen. Im August hatte eine Abordnung unseren Kameraden Heinrich Schulze in Schwefe auf seinem letzten irdischen Weg begleitet. Am 3. Oktober ging die Trauerkunde durch Dorf und Feldmark: Karl Rademacher ist eingeschlafen, unser Hauptmann ist tot. Der Mann, der in langen Jahren unermüdlich für unseren Verein geschafft, sich eingesetzt hatte, sollte nicht mehr an der Spitze unseres Vereins voranziehen sehen. Der schier endlose Trauerzug, der seinen Sarg voran zog oder folgte, war ein beredtes Zeichen für die Wertschätzung, die dieser Mann überall genoss. Dank und Anerkennung wurden ihm an seiner Gruft in reichem Maße für sein Wirken ausgesprochen. Der Sprecher des Schützenvereins fasste unser Empfinden in die Worte zusammen:

Wer so in Treu zu seinem Schützenverein stand,

des`s Name sei in Liebe stets genannt.

Und das gilt in gleichem Maße auch für die beiden anderen Kameraden, die still und bescheiden ihre Anhänglichkeit zum Verein dokumentierten: Andreas Wiemer, den wir in Hattrop zur letzten Ruhe betteten und Wilhelm Loer, der kurz nach der Vollendung seiner 70. Lebensjahres in Soest zu Grabe getragen wurde.

Treue Kameraden gingen von uns. Ihr Wirken bleibt uns als Verpflichtung, dem Verein auch weiterhin mit aller Kraft zu dienen und in Liebe zu dem zu stehen, was uns die Väter zur Bewahrung ans Herz legten.

v.g.u. Wilhelm Meerkamp

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Schützenfestjahr 1962

 

Protokolle aus dem Schützenfestjahr 1962

 

Geschrieben vom Schriftführer des Schützenvereins Wilhelm Meerkamp 

aufgearbeitet von Dirk Jasper

 

Schuetzenfest1962Schuetzenfest1962

Vorne: Hauptmann Karl Rademacher 1 Jahr vor seinem Tod.

Fahnenabordnung: Fahnenoffiziere Heinz Jasper (links); Friedrich-Wilhelm Becker (rechts); Fahnenträger Werner Scholz

 

Der Weg führte aus dem Dorf kurz vor der Steiner Brücke

 

Bild im Archiv von Dirk Jasper

 


 

 

Generalversammlung am 6. Januar 1962

 

Geschrieben vom Schriftführer des Schützenvereins Wilhelm Meerkamp

aufgearbeitet von Dirk Jasper

Fünfundvierzig Schützenkameraden hatten sich im Vereinslokale Twittmann eingefunden, als der Hauptmann die Versammlung mit dem Dank an die Kameraden für ihr Erscheinen eröffnete. Folgende Tagesordnungspunkte standen zur Erledigung an:

1. Die vom Kameraden Meerkamp verlesene Niederschrift wurde gebilligt.

2. Der Kassierer regte an, den Kassenbericht in Zukunft nicht in der Januar Versammlung, sondern in der Versammlung unmittelbar vor dem Schützenfest zu geben, weil dadurch eine bessere Unterrichtung über allgemeine Vereinslagen und den reinen Schützenfestabschluss möglich sei. Diesem Vorschlag wurde zugestimmt. Somit wird der Kassenbericht in Zukunft in der Versammlung vor dem Fest undf während der Abrechnung zur Kenntnis gebracht.

3. Neuwahlen: Einen längeren Zeitraum nahm die Erörterung dieses Themas und die Durchführung der Wahl ein. Der Hauptmann bat, ihn von seinen Aufgaben zu entlassen, stieß jedoch auf wenig Gegenliebe. Sein Vorschlag, den dritten Zugführer wählen zu lassen, um damit eine mit dem Eintritt unseres Kameraden August Müller in den Verein begonnene Tradition (gut) fortzusetzen, wurde gutgeheißen. Da auch Leutnant Karl Wilms es ablehnte, eine Wiederwahl anzunehmen, standen drei Vorstandmitglieder zur Wahl, denn auch für den verstorbenen Kameraden Oberleutnant Heinrich Lammert musste ein Vorstandsmitglied neu gewählt werden.

Folgende Vorschläge wurden von der Versammlung vorgebracht: Kameraden Friedrch-Wilhelm Becker, Dietrich Rocholl jun., Anton Brinkmann, Gerhard Bierbrod, Willi Loer, Wilhelm Jasper.

Kamerad Wilhelm Jasper lehnte eine Wahl ab, so dass über fünf Vorschläge abgestimmt werden musste. Die Abstimmung wurde als geheime Wahl durchgeführt und ergab folgendes Resultat:

  • Friedrich-Wilhelm Becker 36 Stimmen
  • Dietrich Rocholl 28 Stimmen
  • Anton Brinkmann 22 Stimmen
  • Willi Loer 20 Stimmen
  • Gerhard Bierbrod 10 Stimmen

 

Somit galten die drei ersten Kameraden als aktive Vorstandsmitglieder gewählt.

 

Nachdem Kamerad Rocholl, der wegen Trauerfalls nicht zur Versammlung erschienen war, seine Zustimmung zur Wahl erklärt hatte, dankte der Hauptmann dem ausscheidenden Kameraden Karl Wilms für seine treue Mitarbeit und bat ihn, auch weiterhin seine Kraft für den Verein einzusetzen.

Festfragen:

a) Es wurde beschlossen, das Schützenfest vom 18. – 20. Mai zu feiern. Wegen des Platzes sollen die notwendigen Anfragen rechtzeitig erfolgen.

b) Der Beitrag wurde auf DM 8 festgesetzt; für 65 – 70 jährige Schützenkameraden auf DM 5; ab 70 jährige Kameraden sind von der Beitragspflicht befreit, jedoch wird jede Gabe dankend angenommen.

c) Die Schenke übernimmt, wie bisher Vereinswirt Twittmann.

d) Die Musikstellung erfolgt durch die Kapelle A. Schmidt, Soest.

e) Nachdem die Amtsverwaltung des Amtes Borgeln-Schwefe das Schießen in der im Vorjahre geübten Form noch einmal genehmigt hat, wurde dem Verein übertragen, sich in Fragen Errichtung eines Kugelfanges weiter zu informieren und zu handeln.

Verschiedenes:

a) Kreis-Schützenfest: Hauptmann Heinrich Brinkmann berichtete über den Verlauf der letzten Delegiertentagung der Kreis-Schützengemeinschaft. Die Versammlung lehnte den Vorschlag des Vereins Brandenburgertor, eine Umlage zu erheben, ab.

b) Die Versammlung wurde auf das Winterfest hingewiesen, das in diesem Jahre der Singekreis ausrichtet.

c) Kamerad Heinrich Hinnerks dankte mit warmen Worten für alle Grüße, Glückwünsche und Gaben zu seiner Silber-Hochzeit.

Er und die neugewählten Vorstandskameraden spendeten ein Fass Freibier, was von den Kameraden dankbar vereinnahmt wurde.

d) Der Vorschlag, die Vereinsmeisterschaft neu auszutragen und ein Preisschießen zu veranstalten, fand ein dankbares Echo. Dem Schießausschuss unter Leitung des Kameraden Leutnant Kuptz wurde die Durchführung übertragen.

e) Die nächste Versammlung wurde auf den 30. April festgesetzt.

f) Dem Geburtstagskinde Friedrich Coers wurde ein Glückwunsch übermittelt. In den Dankesworten des Hauptmanns für die rege Beteiligung an der Aussprache wurde so recht das wache Vereinsinteresse deutlich. Der Dank des Hauptmanns galt besonders dem Kameraden Wilhelm Lerm, dessen freudiger Einsatz aus vollem Herzen gewürdigt wurde.

In gleicher Weise von Herzen kamen die Dankesworte Hauptmann Brinkmanns an unseren Hauptmann Karl Rademacher für sein Bemühen um Eintracht und wahre Kameradschaft in unserer Schützenschar.

Gegen 22.30 Uhr wurde die Versammlung beschlossen.

 

Im Berichtszeitraum feierte unser König, Kamerad Wilhelm Scharwei, sein 60. Wiegenfest. Wenn sonst auch nicht üblich, so hielt es der Vorstand doch für notwendig, dem Geburtstagskönig durch einige Abgesandte Grüße und Glückwünsche persönlich auszusprechen.

In mustergültiger Weise wurde durch den Schießausschuss das Preisschießen und die Vereinsmeisterschaft abgewickelt. Darüber sei folgender Bericht gegeben:

Im Berichtszeitraum fand eine Delegiertentagung der Schützengemeinschaft statt, auf der beschlossen wurde, in diesem Jahr ein Kreis-Schützenfest durchzuführen.

Neu in den Verein ließen sich aufnehmen: Herr Schulz und Herr Vries, Otto Braunschuh und Heiko Hinnerks.

Am 1. Ostertage feierte unser Kamerad, Oberleutnant Ernst Wiggerich mit seiner Ehefrau Mariechen, geb. Heiermann, das Fest der Silberhochzeit. Der Verein übersandte herzliche Grüße und Glückwünsche zu diesem bedeutenden Ehrentage. Ebenso herzliche Grüße und Glückwünsche konnte der Verein dem Kameraden Werner Grünner anlässlich seiner Vermählung übermitteln.

 

v. g. u

gez. Meerkamp


 

 

Generalversammlung am 30. April 1962

 

Eine recht geringe Anzahl von Kameraden hatte sich am 30. April zur festgesetzten Zeit eingefunden. Diese Zahl vergrößerte sich aber zusehends, so dass man von einem recht guten Versammlungsbesuch sprechen kann. Die Versammlung stand wirklich unter einem guten Stern, wurden doch alle Tagesordnungspunkte in rascher Folge abgewickelt. Der Chronist hat sich auf seinen Notizzettel den Vermerk „Prächtige Stimmung, Herbert würzte sie durch prächtige „Beigaben“, notiert. Und so war es in der Tat.

Der Hauptmann begrüßte, wie immer, die Schützenschar und gab den Ablauf der Tagesordnung bekannt.

Die Niederschrift wurde gebilligt, ebenfalls der Kassenbericht. Nach Prüfung des Kassenberichts und der Kassenprüfer Herbert Markhoff und Heinrich Brinkmann jun., wurde dem Kassierer Entlastung erteilt.

Der Hauptmann dankte sodann dem Kameraden Theo Luig für die mustergültige Ausführung der Ausbesserungsarbeiten am Gerätehaus auf der Beddekammer.

Sodann wurde eine Reihe von Festfragen erledigt. Mit Dank nahm die Versammlung davon Kenntnis, dass uns Kamerad Heinrich Hinnerks auch in diesem Jahre seinen Platz zur Verfügung stellen will. Geringeres Verständnis zeigten die Kameraden für die Forderungen des Zeltverleihers Lüsse und des Kapellmeisters A. Schmidt, die mit dem Verlangen nach dem Maßhalten aller wirklich nicht in Einklang zu bringen sind. Diese Forderungen übersteigen das erwartete Maß beträchtlich. Es soll versucht werden, eine gewisse Reduzierung der Forderungen zu erreichen.

Alle Festfragen wurden in der Folge in harmonischer Weise abgewickelt.

Kamerad Oberleutnant Ernst Wiggerich, dankte recht herzlich für die vom Verein übermittelten Grüße zu seiner Silberhochzeit. Er und Seine Majestät sorgten für das nötige Naß, so dass sich die Kameraden noch eine Zeitlang in froher Runde der Kameradschaft widmen konnten.

 

v. g. u

gez. Meerkamp


 

Schützenfest 1962

vom 18. bis 20. Mai 1962

 

Schuetzenfest 1962Schuetzenfest 1962Die fröhliche Einstimmung zum diesjährigen Festreigen gab diesmal der Polterabend unseres Kameraden Karl Romberg mit Frl. Erika Lammert und der unserer damaligen Majestäten, Frl. Wilma Neppel mit Herrn Dieter Dustert aus Müllingsen. So in die richtige Form gebracht, verlief das Fest in ungetrübter Harmonie, und es ist nicht genau zu sagen, ob es am Sonntag oder gar erst am Montag sein wirkliches Ende fand. Beispiele echter Gemeinschaftsgesinnung zeigten die Kameraden schon bei den vielfältigen Vorarbeiten, sei es beim Zeltaufbau, der Herrichtung des Platzes, dem Laubholen, der mustergültigen Anfertigung der Adler, der Wiederherstellung des Fahnenschaftes, dem Verlegen der Lichtleitung und all den vielen kleinen Dingen, die vor der Durchführung eines Festvorhabens erledigt werden müssen. Noch am Freitagmorgen ergab sich plötzlich eine neue Schwierigkeit, als festgestellt wurde, dass die Festzugsgenehmigung nicht vorlag. Aber auch diese Barriere war Dank des Entgegenkommens der beteiligten Stellen am Nachmittage genommen.

Schuetzenfest 1962Schuetzenfest 1962So konnten sich die Schützenkameraden –wie in den letzten Jahren schon üblich-, in erfreulich großer Anzahl im Lokale Twittmann zur Einnahme des Zielwassers einfinden. Nach der Begrüßung durch den Hauptmann, bei der er besonders die Kapelle Schmidt und das Trommlerkorps Borgeln hervorheben konnte, ging es beschwingten Schrittes zur Vogelstange. Es dauerte zuerst eine ganze Zeit, bis die Insignien, die Krone durch Kamerad Wilhelm Jasper, der Apfel durch Kamerad Fritz Jasper und das Zepter durch Kamerad Manfred Neumann von der Stange geholt worden waren. Aber dann wurde doch in einem kurzen Gefecht, an dem sich auch besonders ältere Semester beteiligten, der Sieger ermittelt. Kamerad Manfred Neumann wurde Schützenkönig. Unser unermüdlich wirkender Adjutant, Oberleutnant Ernst Risse brauchte keine weite Strecke zu reiten. Er holte sich das Ja-Wort der Ehefrau unseres Kameraden Wilhelm Meerkamp. Nach einer zusätzlichen Marschstärkung auf der Mühle Hagen-Neise und beim Kameraden Fritz Coers kehrten die Kameraden auf das Zelt zurück, wo bald ein fröhliches Treiben anfing, dem auch die Kühle des Abends wenig Abbruch antun konnte. Nach der Krönung des neuen Königspaares und der Übergabe der Schützenschnüre an die Meisterschützen verlebte die Schützengemeinschaft noch recht frohe Stunden.

 Der Sonnabend bescherte freundlich-klares Wetter. Unter dem Kommando Hauptmann Brinkmanns, der reitend für unseren Hauptmann Rademacher eingesprungen war, zogen die Kameraden zum Anwesen des Königs, wo sie zur Bewirtung geladen waren.

Bevor Hauptmann Brinkmann dem Hause Neumannin wohlgesetzten Worten gedankt und Erinnerungen an Joests Hof geweckt hatte, wurde vom Leutnant Günter Kuptz eine Urkunde verlesen, nach der König Manfred dem Verein ein Diadem für alle nun folgenden Königinnen schenkte, eine Schenkung, die von allen freudig entgegengenommen wurde.

Der Zug ging durch die geschmückten Straßen zurück durch die Feldmark, wo ein stärkender Trunk im Hause Hagemann-Scholz gereicht wurde, zum Festplatz. Dort begrüßte Hauptmann Rademacher die schon zahlreich erschienenen Gäste und nahm die Auszeichnung verschiedener Kameraden vor.

Es erhielten: der beste Altschütze Wilhelm Vogelsänger eine Urkunde und Rosette, ebenfalls Hauptmann Brinkmann und Hauptmann Rademacher eine Rosette, Schützenkamerad Werner Bücker eine Urkunde und Schießschnur, ebenfalls die Kameraden Leutnant Heinrich Jasper und Heinrich Hinnerks, je eine Schießschnur.

Es wurden ferner ausgezeichnet:

  • für 60 jährige Mitgliedschaft die Kameraden
    • Wilhelm Romberg
    • Diedrich Bierbrod
    • Fritz Bierbrod
    • Otto Enigk
  • Für 40 jährige Mitgliedschaft
    • Kamerad Karl Potthast

 

Soweit die aufgeführten Kameraden nicht zugegen sein konnten, wurden oder werden ihnen die Ehrenzeichen noch überreicht werden. Das Knüppelwerfen für die einheimischen Damen sah Frl. Marianne Brinkmann als Siegerin die sich den Kameraden Klaus Hinnerks zum Knüppelkönig erkor.

Bei den Kindern holte Ingolf Schulte den Vogel von der Stange; er erwählte3 sich Ursula Twittmann zur Mitregentin.

Schuetzenfest 1962Schuetzenfest 1962Der Abend sah eine fröhliche Festgemeinde recht fröhlich vereint, wobei besonders die zahlreiche Beteiligung der Nachbarvereine Schwefe und Hattropholsen-Dörmen lobend erwähnt werden muss.

Ein farbenfrohes Bild zeigte sich dem Beschauer, als sich der Festzug zur neuen Schule bewegte, wohin die Königin zur Bewirtung geladen hatte. Des wechselhaften Wetters wegen fand die Schützengemeinschaft ein geschlossenes Unterkommen in der geräumigen Pausenhalle. Da man sich schon in der Schule befand, erschien es aus besonderem Grunde angebracht, einige turnerische Übungen einzulegen. Wohl selten hat der Schulplatz eine begeisterte Schar kniebeugender Alters- und Jugendturner gesehen als an diesem Sonntag. Nach dem Dank des Hauptmanns Brinkmann an die Familie Meerkamp zog der schmucke Festzug vorbei auch an dem hinter dem Fenster winkenden Ehrenkommandeur Dietrich Rocholl, den der Aufenthalt im Krankenhaus nicht abhalten konnte, ins Festdorf zu eilen. Der Festzug zog zurück durch das Dorf zur Parade, die einen wirklich mustergültigen Eindruck hinterließ. Auf dem Festplatz angelangt, begrüßte Hauptmann Rademacher die zahlreich erschienenen Gäste und dankte allen Kameraden für ihr wirklich mustergültiges Verhalten. Zu Ehren der Gefallenen wurde das Lied vom „Guten Kameraden“ gesungen. Der Hauptmann gedachte in ergreifenden Worten der durch Mauer und Stacheldraht von uns getrennten Brüder im Osten des Vaterlandes. Das Deutschlandlied bekräftigte die Hoffnung, dass, ganz gleich wie lange es auch dauern mag, die Vereinigung mit unseren Brüdern dereinst wieder Wirklichkeit werde.

War am Sonntag der Besuch wegen des schlechten Wetters auch nicht so zahlreich, so tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Die würde einer Knüppelkönigin fiel ins Nachbardorf Schwefe.

Als besondere Einlage des Sonntagabend muss noch die vortreffliche Damenparade erwähnt werden, bei der man ersehen konnte, dass die Damen in diesem Punkte den Kameraden in nichts nachstehen.

Und mögen sie die Schuh`verlieren,

Hattrops Damen können auch marschieren.

Der Montag sah eine frohe Schar munterer Kameraden beim großen Werken. Die Arbeit war so schnell getan, dass noch einige Besuche in Feldmark und Dorf eingelegt werden konnten.

So kam auch vom diesjährigen Schützenfeste gesagt werden, dass es einen würdigen Patz in der Reihe der vorangegangenen einnahmen.

Am 28. Mai 1962 vollendete unser Kamerad Wilhelm Vogelsänger sein 70. Lebensjahr, einen Tag später wurde unser Hauptmann Karl Rademacher 65. Jahre alt. Beiden Kameraden wurden durch Grüße und Glückwünsche der Dank für ihr treues, unermüdliches Wirken in der Gemeinschaft ausgesprochen.

Sehr zahlreich beteiligten sich die Kameraden mit ihren Angehörigen am Fest des Nachbarvereins Schwefe.

Zur heutigen Rechnungslage wurde mündlich, durch unseren begeisterten Kameraden Wilhelm Lerm und seiner Frau und durch eine Notiz in der Zeitung eingeladen.

Als neue Vereinskameraden sind zu verzeichnen: Kamerad Braunschuh und Heiko Hinnerks (schon erledigt).

In den Tagen der Vollendung seines 70. Lebensjahres verlor unser Kamerad Peter Lehnert seine Lebensgefährtin.

 

v.g.u.

Wilhelm Meerkamp


 

Abrechnung 1962

am 20. Juni 1962

 

Recht dünn sah es zunächst mit dem Versammlungsbesuch aus, hatten sich doch um 20.20 Uhr, als der Hauptmann Karl Rademacher die Erschienenen begrüßte, nur rund 30 Kameraden eingefunden. Doch kurze Zeit später sah das Bild anders aus, so dass man einen guten Besuch vermelden darf. Der Hauptmann dankte anlässlich eines kurzen Rückblicks allen Kameraden und deren Angehörigen für ihr mustergültiges Verhalten während der Festtage. Der besondere Gruß des Hauptmanns galt dem Kapellmeister, unseren Kameraden Otto Enigk und seinem Mitspieler Fritz Fröleke.

Die vom Schriftführer verlesene Niederschrift wurde gebilligt. Auch der Kassenbericht wurde nach der Prüfung durch die beiden Prüfer Kamerad Fritz Coers und Otto Grünner, gebilligt. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Nach Erledigung weniger bedeutungsvoller Punkte konnte der Hauptmann den sehr harmonisch verlaufenen offiziellen Teil der Versammlung beschließen und gleichzeitig die des Einlasses harrenden Damen begrüßen. In Fröhlichkeit und Harmonie vergingen schnell die Stunden.

In besonderer Stärke beteiligten sich Hattrops Schützen am Schützenfest des Nachbarvereins Hattropholsen-Dörmen, damit auch zugleich die brüderliche Verbundenheit zu diesem Verein bezeugend.

In gleicher Weise stark war die Beteiligung am Volkstrauertag, der in gewohntem Rahmen begangen wurde. Dem Volksbund Kriegsgräberfürsorge wurde eine Spende von 15 DM überwiesen.

Mehrere Vorstandmitglieder nahmen an der Delegiertentagung der Schützengemeinschaft des Kreises Soest teil.

Folgende persöpnliche Notizen sollen an dieser Stelle noch festgehalten werden:

  • Kamerad Wilhelm Jasper sen. Feierte in seltener Frische sein 75. Wiegenfest. Eine Abordnung überbrachte die Grüße des Vereins und dankte dem Jubilar für seine Treue zu unserem Verein.
  • Kamerad Ernst Wiemer vollendete sein 60. Lebensjahr.
  • Kamerad Wilhelm Heinrichs feierte mit seiner Frau das Fest der Silbernen Hochzeit.
  • Unser ehemaliges Königspaar, Kamerad Heinz Brinkmann und Helga Rademacher, traten in den Stand der Ehe.

Allen Jubilaren wurden Grüße und Glückwünsche des Vereins übermittelt.

Wie gerne hätte der Chronist nur freudig-fröhliche Ereignisse gemeldet. Doch des Lebens ungetrübte Stunde ward keinem Irdischen zuteil. Das gilt auch für das Vereinsleben. Heute Morgen verstarb unser Kamerad Reinhold Riepe seit der Übernahme der Gastwirtschaft in Soest war er bei und Mitglied und hat sehr oft seine Anhänglichkeit an unseren Verein bekundet.

Am 29. Dezember 1962 versammelte sich der Vorstand im Lokale Twittmann zur vorbereitenden Besprechung für diese Versammlung.

 

v.g.u.

Wilhelm Meerkamp

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Förderverein Dorfgemeinschaft Hattrop e.V.

  Vorstand FördervereinVorstand Förderverein
    

Ansprechpartner
Dirk Jasper (1. Vorsitzender)
Brückenstraße 17 c
59494 Soest
Tel.: 02921 672623
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

2.Vorsitzende

Schriftführerin Kassierer

Susanne Bücker

Brückenstrasse 11a

59494 Soest - Hattrop

Tel.: 02921 / 61232

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Elke Wegner

Linnenecke

59494 Soest - Hattrop

Tel.: 02921 / 665566

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Jörg Kurock

Am Spring 2

59494 Soest - Hattrop

Tel.: 02921 / 317350

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Wer Mitglied des Vereins werden möchte, kann sich bei den monatlichen Treffen erkundigen oder beim Vorstand melden.
Eine Teilnahme an den monatlichen Treffen ist aber auch als "Nichtmitglied" möglich!!!!

Zweck des Vereins ist die Pflege des heimatlichen und kulturellen Brauchtums und die Verbesserung der Zukunft des Dorfes. Insbesondere sollen durch Spenden und Veranstaltungen besondere dörfliche Projekte gefördert werden. Ortsvorsteher Karl-Heinz glaubt, durch diesen Verein, z.B. die Restaurierung der Beddekammer, realisieren zu können. Auch andere Projekte, die finanzielle Mittel binden, könnten so gefördert werden. Für das Dorf eine weitere Möglichkeit, zukunftsorientierte Maßnahmen in Angriff zu nehmen.

Historie:

Folgender Vorstand wurde bei in der Gründungsversammlung am 29. März 2012 gewählt.

  • Vorsitzende:  Susanne Bücker
  • Stellvertretender Vorsitzender: Christian Sträter
  • Kassenführerin: Bärbel Rosseck
  • Schriftführerin: Elke Wegner

Als Startgeld für den Verein dienen die Preisgelder aus den bisherigen Dorfwettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft“.

Wer Mitglied des Vereins werden will, kann sich bei den monatlichen Treffen erkundigen oder bei dem Vorstand melden.

Wer Idden hat, was man im Dorf so alles noch machen könnte, kann die gerne in unserer Ideensammlung einreichen!


Name des Vereins Förderverein Dorfgemeinschaft Hattrop e.V.
Gegründet 2012
Mitglieder Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die sich den Zielen des Vereins verpflichtet fühlt.
Vereinsinhalt Pflege des heimatlichen und kulturellen Brauchtums und die Verbesserung der Zukunft des Dorfes
Treffen Jeden 3. Montag im Monat
Uhrzeit 20:00 Uhr
Wo Gemeinschaftshalle Hattrop
Monatsbeitrag kein Mitgleidsbeitrag
Sonstiges Beschaffung von Mitteln durch Spenden sowie durch Veranstaltungen, die den geförderten Zweck dienen

Satzung Förderverein Dorfgemeinschaft Hattrop e.V.

Satzung Förderverein Dorfgemeinschaft Hattrop e.V.

1. Name und Sitz

a. Der Verein führt den Namen Förderverein Dorfgemeinschaft Hattrop. Er ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Arnsberg einzutragen. Nach der Eintragung führt er den Zusatz e.V. Er hat seinen Sitz in Soest-Hattrop.
b. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Zweck

a. Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugend- und Altenhilfe sowie die Förderung des Sports im Dorf Hattrop.
b. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Beschaffung von Mitteln durch Spenden sowie durch Veranstaltungen, die dem geförderten Zweck dienen.
c. Die Vereinsämter sind Ehrenämter.

3. Steuerbegünstigung (Gemeinnützigkeit)

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 51 ff. AO. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für den satzungsgemäßen Zweck verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Ferner dürfen Mittel an andere gemeinnützige Körperschaften weitergegeben werden.

4. Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft

a. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die sich den Zielen des Vereins verpflichtet fühlt. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.
b. Die Mitgliedschaft endet:
a. mit dem Tod des Mitgliedes
b. durch freiwilligen Austritt
c. durch Ausschluss aus dem Verein
c. Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes des Vereins.

5. Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
a. der Vorstand
b. die Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung kann die Bildung weiterer Vereinsorgane beschließen.

6. Vorstand

Der Vorstand besteht aus:
a. dem geschäftsführenden Vorstand, bestehend aus:
a. dem/der Vorsitzenden
b. dem /der stellvertretenden Vorsitzenden
c. dem/der Kassenführer/in
d. dem/der Schriftführer/in
b. dem erweiterten Vorstand, bestehend aus bis zu drei Beisitzern, die vom Vorstand berufen werden können.
Jeweils zwei Vorstandsmitglieder des geschäftsführenden Vorstands sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor der Amtsperiode aus, so wählt die außerordentlich ein zu berufene Mitgliederversammlung unmittelbar einen Nachfolger/in.
Dem Vorstand obliegt neben der Vertretung des Vereins, die Wahrnehmung der Aufgaben nach Maßgabe der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

7. Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:
a. Satzungsänderungen
b. die Wahl des Vorstandes
c. Entlastung des Vorstandes
d. Aufnahme neuer Mitglieder
e. Auflösung des Vereins
Die Mitgliederversammlung wählt erstmalig zwei Kassenprüfer. Jedes Jahr scheidet ein Kassenprüfer aus.
In jedem Kalenderjahr hat eine ordentliche Mitgliederversammlung stattzufinden. Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorstand mit einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung.
Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst.
Bei Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von 2/3 der erschienenen Mitglieder erforderlich.
Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Vorsitzenden und Schriftführer zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift wird von der Mitgliederversammlung genehmigt.

8. Auflösung / Wegfall des bisherigen steuerbegünstigten Zweckes

a. Bei Auflösung des Vereins / Wegfall steuerbegünstigter Zwecke erfolgt die Liquidation durch die zum Zeitpunkt des Auflösungsbeschlusses amtierenden Vorstandsmitglieder.
b. Bei Auflösung des Vereins / steuerbegünstigter Zwecke ist das verbleibende Vermögen zu steuerbegünstigten, caritativen Zwecken des Dorfes Hattrop zu verwenden; Begünstigter ist der Förderverein des Kindergartens Hattrop e.V.. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.

Soest-Hattrop, den 10. Oktober 2016

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